Artikel vom 02.05.2024

Back to the roots! Wir sind so frei - Hochzeit im Grünen



Alle raus, alle raus! Steht die Location in Flammen, feiert man einfach im Freien weiter. Im Sommer draußen heiraten? Immer mehr Brautpaare träumen davon - und suchen ganz bewusst nach dem perfekten Platz für die Hochzeit im Grünen. Eheschließung unter freiem Himmel heißt der neue Trend ...

Hochzeitsgäste schwingen Tanzbein vor Netto

Eine Hochzeitsgesellschaft im hessischen Bad Emstal zog unfreiwillig ins Freie um. Gerade prostete man sich mit Aperitifs zu, da passierte es: Feuer brach in der Restaurantküche aus, zwei Friteusen standen in Flammen, der Qualm zog durch den Festsaal. Also wechselten Brautpaar und Gäste einfach auf den Parkplatz des Supermarkts nebenan, um dort bei Sekt und Hähnchenspießen weiterzufeiern. Für staunende Passanten ein Anblick der Extraklasse: Brautkleid, Schleier, festliche Outfits vor Netto, ein Autoradio sorgt für Musik. Ein unvergesslicher Tag! Die Hochzeitsgäste ließen sich mit der Feuerwehr ablichten - und bedankten sich zum Abschied mit einer La-Ola-Welle bei den Einsatzkräften.

Lust auf Land, Wald und Feld, Traumkulisse gratis

Unfreiwillig nach draußen umziehen? Filmreif! Aber Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Alle, die ganz bewusst nach einer Freiluftlocation suchen, haben die Freude der Wahl - für eine Sommerhochzeit in der Natur, auf dem Bauernhof, im Schlosspark am See oder im Wald. Scheunen locken mit alten Holzbalken und unverputztem Backstein, umgeben von Wiesen und Feldern. Komfort wird trotzdem großgeschrieben - und die Hochzeitsnacht nicht im Heu, sondern einer romantischen Bauernsuite auf dem Landgut verbracht. Heiraten im Trauwald boomt ebenfalls: Lust, sich über weiches Moos auf Händen tragen zu lassen? Sanftes Licht schmeichelt, die Fotokulisse ist inklusive. Gäste nehmen auf Steinkreisen Platz, im kühlen Sonnenschutz der Bäume. Für die naturnahe Trauung unter freiem Himmel wird ein blumengeschmückter Traubogen zum Altar - und nach dem Jawort gemeinsam ein Baum gepflanzt.

Was, wenn das Wetter nicht mitspielt?

Das natürliche Top-Ambiente hat seinen Preis, namens Plan B. Sicher fällt Ihnen hier das Passende ein, von Alternativlocation bis Zelt, um nach drinnen auszuweichen. Lassen Sie sich ein Plus an Komfort etwas kosten, ob Regen oder Sonnenhitze - das freut Oma Erna und Onkel Ernst. Stabiler, highheelsverträglicher Untergrund und Sitzplätze eingeschlossen, damit alle Ihre Trauzeremonie entspannt verfolgen. Heißt das Credo nur: Raus aus der Stadt!, sitzt man in idyllischen Orten wie alten Mühlen oder Papierfabriken bei der Landflucht zur Hochzeit schön im Trockenen. Im Lieblingsschlösschen ist nur für wenige Gäste Platz? Kein Problem, denn ob drinnen oder draußen, die neuen Hochzeiten sind klein - und persönlich statt pompös. Statt Riesenevent mit hunderten Gästen feiert es sich im erlesenen Kreis von 50 bis 80 lieber intimer.

Standesamt und Kirche machen mobil

Also rückt auch das Standesamt zunehmend aus, an ausgewählte Trauorte wie Botanische Gärten oder trendy Industrielocations im Ruhrpott. Und auch, wer naturnah, aber etwas größer plant, wird fündig. Wie Kölner Paare z. B. im Palais der Flora, wo Orangerie, Festsaal oder Dachsaal mit (Dach-)Terrasse für bis zu 500 Gäste ihre Türen öffnen. Kirchliche Trauung? Am Wunschort Ja! zu sagen, ist längst nicht mehr Privileg freier Trauungen. Falls Sie von einer bestimmten süßen Wiese oder kleinen Kapelle träumen: Mit einer Dimissoriale, auch Entlass-Schein genannt, kann Ihnen Ihr Lieblingspfarrer auch in einer anderen als der eigenen Gemeinde seinen Segen geben!

Trauung am Wasser?

Und am Weg zum Altar steht ein Haus am See - oder ein Hotel, mit grünen Rasenflächen und Spielplatz für die Kleinen. Schippern Sie im Boot zur Location am Seeufer oder zum Sektempfang am Sandstrand. Wen das Wasser in seinen Bann zieht, der bleibt gleich da, für die Flitterwochen. Aaah ... was für ein Bild! Familie und Freunde versammeln sich am Altar, vor dem Hintergrund des Meeres, eine feine Brise umspielt das Haar. Aber niemand kann von Luft und Liebe leben: Statt Hochzeitssuppe warten nach der Trauung Barbeque und Live-Cooking.

Heiraten im eigenen Garten?

Die entscheidende Frage diese Hochzeitssaison heißt daher: Wo möchten wir Ringe tauschen? Wie gesagt, die Standesämter sind längst auf Alternativen zum Trauzimmer eingestellt - von Leuchtturm über Park bis Planetarium. Aber leider noch nicht auf die standesamtliche Trauung im eigenen Garten. Gartenfans müssen sich mit einer freien Zeremonie als Trost bescheiden. Denn das Standesamt darf nur an Trauorten aktiv sein, die allen Brautpaaren offenstehen. Neugierig, welche offiziellen Standesamt-Außenstellen (Achtung, Zusatzgebühren!) dies in Ihrem Bezirk sind? Einfach mal das Netz befragen.

Die weißen Tauben sind müde

Weiße Tauben, Hochzeitskutsche, Glitzerstaub: Gar nicht so lange her, aber jetzt als verkitscht out. Weil künstlich statt authentisch. 2024 zieht es die frischen Heiratslustigen nämlich wortwörtlich back the roots - zurück zur Natur. An neue Lieblingsorte für das Eheversprechen, ohne opulente Hochzeitsdeko. Ein schlichtes Brautkleid genügt - und handgeschriebene Zeilen auf Papier ersetzen steife Rituale auf Prägekarton. Vorkonfektionierte Zitate waren gestern: Traurednerinnen würzen ihre Worte mit Persönlichkeit und ein bisschen Augenzwinkern. Los, raus ins Freie! Schließlich ist unsere digitalisierte Welt schon künstlich genug. Wo weniger mehr ist, regiert Gras statt Plastik - Symbol einer neuen Sehnsucht nach Echtheit.

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